Auf dem Rückweg von Pag haben wir die Fähre ausgelassen und sind den längeren Weg über Land gefahren. Eigentlich wollten wir noch einmal an der Küste stehen und haben, wie so oft, erst am selben Tag nach einem Campingplatz gesucht. Unten an der Straße, direkt am Meer, gab es gleich mehrere – zwei davon haben wir angefahren, und beide waren voll. Wirklich jeder Meter belegt, alles super eng, dazu die laute Straße. Da wollten wir nicht bleiben.
Auf Google Maps haben wir dann gesehen, dass es oben in den Bergen, vielleicht zehn Minuten Fahrt entfernt, noch eine Möglichkeit gibt. Gefahren ist Fred, denn die Strecke war wieder nichts für Susis Nerven: kurvig, eng, kleine Straßen. Irgendwann hatten wir den Ort dann mehr oder weniger gefunden.
Los war dort gar nichts. Wir kamen zunächst nicht einmal richtig rein, bis irgendwann jemand angelaufen kam – vermutlich war das nur jemand, der zu Besuch war. Professionell betrieben wird der Platz jedenfalls nicht, es lief eher nach dem Prinzip "stellt euch rein und bezahlt". Kein Verkauf, keine Rezeption, es gab eine Toilette, ein Waschbecken und vielleicht eine Dusche. Dafür jede Menge Platz, Steine, Bäume und einen schönen Blick auf die Berge.
Ringsherum wohnen ein paar Locals, und wir sind ein bisschen in der Gegend spazieren gegangen. So richtig warm geworden sind wir mit der Umgebung aber nicht: alles ziemlich verlassen und karg, an manchen Stellen war auch einfach abgesperrt und es ging nicht weiter. Ein leicht gruseliges Gefühl, obwohl heller Tag war. Für eine Nacht war das vollkommen okay und immer noch besser, als sich unten an der Straße zu drängen – aber komisch war es schon.
Auf dem Platz selbst dagegen war es richtig entspannt. Wir haben die Hängematte aufgehängt, von einem Baum zur Dachreling vom Caddy, und einmal Probe gelegen. Ansonsten Heckküche auf und irgendwas gekocht – groß war die Auswahl nicht mehr, einkaufen konnten wir hier oben ja nicht. Es hat trotzdem gereicht.
Spektakulär war das alles nicht, es war ein einfacher Zwischenstopp. Aber genau das hat gepasst: Ruhe, niemand da, weg vom ganzen Touri-Trubel. Von hier ging es dann zurück, mit einem letzten Halt im Camp Spik, weil der einfach schön auf dem Weg liegt. Danach nur noch nach Hause – das war das Ende unserer Kroatienreise.
Nachtrag 2026: Inzwischen hat der Platz eine eigene Webseite, kann online gebucht werden und wirbt unter anderem mit renovierten Sanitäranlagen. So verwaist wie bei uns dürfte es dort also nicht mehr zugehen.
Alle Infos zum Platz gibt es hier:


