Nach den Plitvicer Seen wollten wir wieder ans Meer, und diesmal sollte es besser passen als in Premantura. Fred hat also stundenlang auf dem Handy Campingplätze durchgeschaut, Bewertungen gelesen, Fotos verglichen. Gesucht war ziemlich genau das Gegenteil vom letzten Platz: kleiner, abgelegener, nicht so touristisch, keine Speedboote, keine Quads – und Wasser, auf dem wir mit dem Stand-up-Paddle raus können. Gelandet sind wir auf der Insel Pag.

Die Anreise war dann durchaus ein Stück Arbeit. Erst mit der Fähre auf die Insel – in der Warteschlange auf der abschüssigen Zufahrtsstraße standen wir brav mit angezogener Handbremse, und irgendwann rollte der Wagen trotzdem einfach los. Ein Riesenschreck, passiert ist zum Glück nichts. Danach ging es ein ziemliches Gegurke über die Insel: Pag ist sehr länglich, und unser Platz lag fast ganz am anderen Ende. Die letzte Straße dorthin war einsam und verlassen.

Der Platz selbst, Olea Camping, war dann wunderschön. Ein bisschen karg, viel Sand, aber in Terrassen angelegt, mit richtig tollen Stellplätzen und Blick aufs Meer. Wir hatten im Lauf der Tage mehrere davon und alle waren schön – auf dem ersten, dem mit der besten Aussicht, konnten wir nur drei Nächte bleiben, danach war er reserviert. Dort haben wir uns komplett eingerichtet: Solarpanel aufs Dach, Tarp für den Schatten gespannt, das Auto mit dem Heck zum Meer. Abends saßen wir einfach da und schauten raus. Nachts kamen regelmäßig Stürme, das Tarp mussten wir also jeden Abend wieder abbauen. Alle Infos zum Platz gibt es hier:

Unten gab es zwei Strände, einen mit Hunden und einen ohne. Von dem ruhigen der beiden sind wir immer wieder mit dem Stand-up-Paddle los, in zwei verschiedene Richtungen die Küste entlang. Das Wasser war fantastisch: türkisblau, klar, ein bisschen Welle – genau richtig. An der Küste liegt eine kleine Bucht neben der anderen, wir haben mehrere davon erkundet und sind immer wieder angelandet. Am meisten beeindruckt hat uns der Kontrast der rotbraunen Steine zum blauen Wasser.

Und dann gab es am vorletzten Abend Pizza, einen Sonnenuntergang und einen Heiratsantrag. Susi hat Ja gesagt. Damit ist Pag für uns natürlich noch einmal ein ganz besonderer Ort – aber auch ohne das würden wir jederzeit wieder hinfahren. Die Anreise ist ein bisschen beschwerlich, sie lohnt sich aber.