Nach Premantura ging es für uns von der Küste ins Landesinnere – die Plitvicer Seen wollten wir uns auf jeden Fall anschauen. Mit den Campingplätzen in der Nähe wurden wir allerdings nicht warm, keiner hat uns so richtig angesprochen. Auf Park4Night sind wir dann auf einen privaten Platz gestoßen: Camping Zelena Dolina, eine Obstwiese ganz in der Nähe, gute Bewertungen, ein netter Betreiber. Einen zweiten hatten wir noch im Blick, entschieden haben wir uns für diesen – und es nicht bereut.
Als wir ankamen, war noch wenig los. Wir sind an den Hauptplätzen vorbei und ein Stück ums Eck gefahren und standen dann ziemlich frei auf der Wiese, mit Blick über die Obstbäume. Später wurde es voller, unser Fleck blieb aber ruhig. Nachts hörten wir von zwei Bauernhöfen in der Nähe die Hunde bellen – reichlich sogar –, ansonsten war es still. Abends haben wir uns eingerichtet, Heckküche auf, Lampe an, und irgendwann kam der Betreiber vorbei und brachte Schnaps. Das war dann das Highlight. Zwei Nächte sind wir geblieben.
Am nächsten Vormittag ging es zu den Seen. Eine richtige Vorstellung hatten wir nicht – dass man Tickets kaufen muss, wussten wir, und dass sie nicht billig sind. Wir hatten aber gedacht, man käme an, ginge in ein Naturschutzgebiet und könne dort einfach herumlaufen. Tatsächlich ist alles sehr organisiert und sehr touristisch: festgelegte Routen, gebaute Wege, Gebäude, Boote, die einen über den See bringen. Auf manchen Abschnitten muss man einfach weitergehen, weil von hinten die nächsten Leute nachdrücken. Man läuft eigentlich immer mit irgendjemandem in einer Schlange.
Die Landschaft ist dabei wirklich wunderschön. Seen, die ineinander übergehen, überall Wasserfälle, und das Wasser ist glasklar – reingehen darf man allerdings nicht, die Hand reinhalten ist vermutlich schon das Maximum. Gegen Ende, auf den längeren Wanderwegen, waren wir dann tatsächlich streckenweise allein unterwegs. Da hatten wir allerdings nicht mehr so viel Power. Zum Glück konnte man mit dem Bus zurückfahren; die Schlange dafür war riesig, wir sind gerade noch reingekommen.
Unterm Strich: eine schöne Erfahrung, aber der Rahmen war uns einfach zu organisiert. Der Andrang, die Gebäude, die festgelegten Wege – das passte nicht ganz zu dem, wie wir sonst unterwegs sind. Noch einmal müssen wir da nicht hin. Wenn ihr hinfahrt, schaut euch vorher an, was euch erwartet, dann stimmt die Erwartungshaltung besser mit der Realität überein. Alle Infos und die Tickets gibt es beim Nationalpark selbst:
Am Abend ging es dann zurück auf unsere Obstwiese – und die war nach dem Trubel im Park genau das Richtige.






