Der Neusiedler See stand schon lange auf unserer Liste – bekannt als ungewöhnlich flacher, weitläufiger See, dank der Thermik auch ein beliebter Kitesurf-Spot. Im Juli 2022 sind wir also die rund vier Stunden dorthin gefahren und haben uns auf dem Strandcamping Podersdorf einquartiert. Alle Infos zum Platz gibt es beim Betreiber:

Für uns war das auch die erste Woche, in der unsere selbstgebaute Batteriebox richtig im Einsatz war – zusammen mit unserem damaligen Solarpanel auf dem Autodach. Eine Woche am Stück autark stehen, Kühlbox und Geräte versorgt: Genau dafür hatten wir sie gebaut, und sie hat geliefert.

Am ersten Wochenende haben wir die Umgebung erkundet. Am liebsten sind wir die weitläufige Promenade entlangspaziert – das fanden wir richtig toll. Dazu Pizza essen: ruhig, entspannt und genau die richtige Mischung aus etwas los, aber nicht zu viel. Der Campingplatz liegt direkt am See, es gibt viel Platz und eine angenehme Atmosphäre mit netten Leuten.

Die Wasserqualität war allerdings schlecht. Der See litt zu dem Zeitpunkt stark unter Wassermangel, das Wasser war entsprechend warm und trüb, an der Oberfläche trieben tote Fische. Baden war damit nicht wirklich eine Option. Für Fred gab es während der Woche immerhin ein paar Windtage, und er konnte den See zumindest beim Kiten genießen.

Zum Abschluss der Woche kamen unsere Freunde aus Wien noch vorbei – gemeinsam liefen wir zum nahegelegenen Leuchtturm, schauten den Sonnenuntergang an und kämpften bei orkanartigem Wind ums Überleben des Gaskochers. Ein Spaß für alle. Wir würden auf jeden Fall wieder hinfahren, hoffentlich dann, wenn der See in besserem Zustand ist.

Nachtrag 2024: Das Solarpanel vom Autodach ist später kaputtgegangen. Ersetzt haben wir es durch den faltbaren Solarkoffer von Renogy – die Batteriebox selbst läuft bis heute unverändert.