Unser erstes mobiles Solar war eine faltbare 80-Watt-Solartasche von Offgrid Tech – klein, kompakt und schön weich, ohne scharfe Kanten, sodass wir sie sogar aufs Autodach legen konnten. So praktisch das war, stark war sie nie: Die 80 Watt haben wir selten gesehen. Und nach nur einem Jahr und ein paar Einsätzen war plötzlich Schluss – irgendwo saß ein Kabel- oder Kontaktdefekt, den man ohne die Tasche komplett zu zerlegen nicht beheben konnte. Uns war damit klar: Es muss etwas Stabileres her, ein richtiger Solarkoffer in harter Bauweise. So sind wir bei Renogy gelandet.
Das Format ist nicht besonders verbreitet, und als wir den Koffer vor ein paar Jahren gekauft haben, war er mit rund 200 Euro auch nicht billig – bezahlbar wurde er für uns erst über ein günstiges Angebot. Inzwischen sind solche Koffer etwas aus der Mode gekommen, Renogy verkauft ihn kaum noch – dafür gibt es ihn jetzt für um die 90 Euro.
Die wichtigsten Eckdaten in Kürze:
| Technische Daten | |
|---|---|
| Leistung | 100 W (2× 50 W, monokristallin) |
| Leerlaufspannung | 24,3 V |
| Optimale Spannung | 20,3 V |
| Gewicht | 9,3 kg |
| Packmaß (gefaltet) | 63 × 51 × 7 cm |
| Anschluss | MC4 |

Robust gebaut
Genau die Stabilität, die uns bei der Solartasche gefehlt hat, liefert der Koffer. Er ist durch und durch solide: ein klassisches Solarpanel in harter Bauweise, bei dem die mitgelieferten, sehr dicken Kabel offen liegen und sich nichts mehr verklemmen oder durchscheuern kann. Zusammengeklappt faltet sich der Koffer an massiven Scharnieren ein, die Kabel liegen geschützt im Inneren, die Module außen – das wirkt wirklich robust. Und damit dabei nichts abbekommt, gibt es noch eine stabile Tasche, die das Ganze beim Transport gut schützt. Wir haben den Eindruck, dass der Koffer so über viele Jahre halten sollte.


Schwer und sperrig
Der Preis für die solide Bauweise ist Gewicht und Platzbedarf. Mit 9,3 Kilo ist der Koffer eine deutlich größere und schwerere Angelegenheit als die alte Solartasche, lässt sich entsprechend schlechter transportieren und braucht mehr Stauraum. Auch mal eben aufs Autodach oder hinter die Windschutzscheibe stellen ist kaum drin – wegen der harten Kanten landet er bei uns lieber auf dem Boden, oder höchstens vorsichtig aufs Dach, damit nichts beschädigt wird.

Im Zusammenspiel mit der Batteriebox
Betrieben haben wir den Koffer an unserer selbstgebauten Batteriebox. Unsere Variante kommt bewusst ohne Laderegler – das passt, weil die Regelung bei uns ohnehin in der Batteriebox steckt. Und die Kombination hat super zusammengepasst: Die Leistung des Koffers harmoniert prima mit dem kleinen Akku in der Box. Praktisch dabei ist, dass man die Batteriebox entweder rausstellen oder im Auto lassen und einfach das Kabel rauslegen kann – das hat bei uns immer zuverlässig funktioniert.
Fazit
Mit dem Koffer selbst sind wir voll und ganz zufrieden: robust, zuverlässig und ein super Team mit unserer Batteriebox. Behalten haben wir ihn am Ende trotzdem nicht – und das lag nicht am Produkt. Der generelle Haken an so einem Koffer ist, dass man ihn an jedem Stellplatz erst aufstellen und ausrichten und nachts wieder in Sicherheit bringen muss. Dieser Aufwand war uns auf Dauer zu viel, und so haben wir uns entschieden, dass das Solarpanel künftig einfach fest aufs Dach gehört. Deshalb haben wir auch diesen Koffer wieder abgegeben. Für alle, die eine flexible, stabile Lösung suchen, ist er aber eine volle Empfehlung – auch wenn er für uns nicht die dauerhafte Antwort war.