Die Mobicool MCG15 ist eine Kompressorkühlbox mit 15 Litern Volumen, die kühlen und gefrieren kann und sich sowohl mit 12 V Gleichstrom als auch mit 230 V betreiben lässt – das Netzteil dafür ist schon eingebaut. Genau danach hatten wir gesucht: möglichst wenig Stromverbrauch, möglichst kompakt. Alle weiteren Daten findet ihr beim Hersteller:
Vorher: die thermoelektrische Kühlbox
Lange hatte ich eine ganz normale thermoelektrische Kühlbox dabei, so eine hochkant stehende Standardbox, und die hat mir treue Dienste geleistet: günstig, kompakt, kühl genug. Am Netz und im Auto während der Fahrt funktioniert so eine Box gut. Ihr Problem ist der Strom – knapp 60 Watt, und zwar dauerhaft. Geregelt wird da nämlich nichts: Die Box läuft einfach mit ihren 58 Watt durch, egal wie kalt es innen schon ist. Damit hängt die Innentemperatur direkt an der Außentemperatur. Rund 20 Grad Differenz schafft so eine Box, wenn ich mich richtig erinnere. Bei kühlem Wetter ist es innen also richtig kalt, und bei Hitze – wenn man die Kühlung am meisten braucht – steigt die Temperatur mit an. Dazu kam ziemlich viel Kondenswasser im Inneren und das permanente Lüftergeräusch, das mich mit der Zeit gestört hat.
Als klar war, dass wir mit Solarstrom und einer kleinen Powerstation auskommen wollten, war die Rechnung schnell gemacht: Das geht nicht auf. 60 Watt rund um die Uhr holt man aus einem kleinen Akku nicht heraus. Es musste also eine Kompressorbox her – möglichst sparsam und möglichst klein. So sind wir bei dieser 15-Liter-Box gelandet, die dank guter Wärmedämmung sehr wenig Strom braucht.
Platz für zwei Flaschen und etwas Käse
Der Platz ist wirklich knapp. Für eine Person reicht es gut, für zwei kann es eng werden. Zwei Bierflaschen liegen ganz gut darin, dazu etwas Käse und Gemüse und noch ein Stück Butter – dann ist die Box voll. Laut Datenblatt passen sogar zwei 1,5-Liter-Flaschen hinein; ausprobiert haben wir das nicht. Und man sollte wissen, dass das kleine Fach neben dem Kühlraum nicht gekühlt ist. Ein paar Kleinigkeiten bekommt man dort unter, kalt wird es darin aber nicht.
Für uns beide hat es trotzdem gut geklappt. Beim Camping muss man ja nicht das halbe Kühlregal dabeihaben – ein bisschen was Gekühltes reicht.

Design, Bedienung und Anschlüsse
Die Box sieht schlicht gut aus, das Design gefällt mir wirklich. Die Griffe sind eingelassen, es steht nichts ab, und dadurch lässt sie sich prima transportieren und überall im Auto verstauen – im Fußraum, auf dem Rücksitz oder auch mal auf dem Vordersitz. Sie kühlt schnell, und die Bedienung ist selbsterklärend.
Besonders praktisch finden wir, dass sowohl Wechsel- als auch Gleichstrom gehen und das Netzteil für 230 V eingebaut ist. Man braucht nur die beiden Kabel und schließt immer das an, was man gerade zur Verfügung hat. Kühlen und Gefrieren kann sie beides, wir haben allerdings immer nur gekühlt: Im Gefriermodus wird alles gefroren, und das ist für die meisten Lebensmittel unpraktisch.

Stromverbrauch und Geräusch
Der Verbrauch ist wirklich gering. Ein bis zwei Tage konnten wir auch ohne Solarstrom kühlen – das hängt natürlich am Akku, hat aber in unserer Konstellation mit einem kleinen Speicher sehr gut geklappt. Der Kompressor springt je nach Außentemperatur ein paar Mal pro Stunde an.
Auch die Lautstärke ist im Vergleich in Ordnung. Wenn der Kompressor anläuft, hört man ihn natürlich, nachts unter Umständen auch mehrmals. Ich bin da eigentlich empfindlich, habe mich aber gut daran gewöhnt. Und wenn die Box nicht direkt neben dem Kopf steht, sondern im Fußraum oder halb abgedeckt unter einer Platte, fällt sie noch weniger auf.

Auf dem Bild hängt unser altes, kleines 80-Watt-Faltpanel – nicht der größere Renogy-Solarkoffer mit 100 Watt, den wir in einem eigenen Bericht vorstellen.
Nicht jede Powerstation macht mit
Ein Punkt, den man vor dem Kauf kennen sollte: Eine Kompressorbox zieht fast keinen Strom, wenn der Kompressor gerade aus ist. Meine erste Powerstation hat den Ausgang genau deshalb abgeschaltet – zu geringe Last, also Standby – und danach konnte die Box auch nicht wieder anlaufen. Ich habe darüber mit dem Hersteller gesprochen: Bei diesem Gerät war das einfach so und ließ sich nicht abstellen.
Genau das war für mich der Grund, mir eine eigene Batteriebox zu bauen – ich wollte das selbst in der Hand haben. Damit funktioniert es seither einwandfrei. Mit vielen Powerstations klappt es auch, man muss es aber vorher ausprobieren oder gründlich recherchieren.
Fazit
Für uns ein Topprodukt: tolle Kühlleistung, kompakt, schickes Design, einfache Bedienung – und vor allem sparsam. Zusammen mit der Batteriebox war das über mehrere Jahre ein tolles Team, und wir waren sehr zufrieden. Der einzige Kritikpunkt bleibt der knappe Kühlraum. Auf lange Sicht ist er eigentlich zu klein, aber man kann sich damit gut einrichten.