Von Frankreich weiter nach Italien – als Zwischenstopp hatte ich eine Unterkunft in Finale Ligure gebucht, allerdings etwas außerhalb in den Bergen. Die Bergstraße hat zum Glück Fred übernommen – steil, kurvig, das ist nichts für meine Nerven. Ich hatte gelesen, dass der Parkplatz einen kleinen Marsch von der Unterkunft entfernt liegt, aber die Bilder bei booking.com hatten mich sofort überzeugt. Oben angekommen, sind wir mit Sack und Pack erstmal in die falsche Richtung gelaufen. Wir landeten mitten in einem kleinen, malerischen Dorf. Wir dachten, wir hätten den Schlüssel-Safe der Unterkunft gefunden und wunderten uns, dass der Code nicht zu funktionieren schien. Dann füllte sich der Innenhof langsam mit festlich gekleideten Menschen, und wir hatten uns mitten in eine Hochzeitslocation hineinverirrt. Spätestens als das Brautpaar auftauchte, wurde uns klar, dass das hier nicht ganz richtig sein konnte. Nachdem Fred sich der Weg-Suche angenommen hatte, fanden wir die Unterkunft schließlich doch noch. Es war ein einfaches Zimmer mit Bad, aber der Blick aus dem Fenster hielt, was die Bilder versprachen.

Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg, um die Umgebung noch ein wenig zu erkunden. Runter in den nächsten kleinen Ort führte ein Trampelpfad durch terrassenförmige Plantagen am Hang – eine halbstündige Wanderung, der Weg gesäumt von Aloe Vera Pflanzen in riesengroß. Nach einem kurzen Bummel drehten wir wieder um, und machten uns auf die Suche nach einem Restaurant. Noch ein Stückchen oberhalb der Unterkunft fanden wir das Restaurant unserer Träume: stimmungsvolle Beleuchtung und dazu die atemberaubende Aussicht auf ein Meer aus Stadtlichtern, unten entlang der Küste. Es war nur noch Platz auf der Ersatz-„hier-gibt-es-nur-Pizza“-Bank. Genau unser Style. Die Pizza und der Wein waren sehr lecker. Ein gelungener Abend.

Am nächsten Morgen sprangen wir, wieder unten angekommen, noch ein letztes Mal ins Meer, dann ging es weiter nach Hause. Dabei machten wir noch einen letzten Zwischenstopp am Gardasee (aber das Hotel war eher ein Griff ins Klo, deswegen gibt es keinen Text dazu).